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Ein Merkmal, dass den Raspberry Pi von ähnlichen Projekten unterscheidet, ist die Möglichkeit Ein- und Ausgangssignale über extra dafür vorgesehene Stiftleisten auszuwerten. Dabei kann jeder einzelne Pin angesteuert oder auch mehrere Pins zu Schnittstellen zusammengefasst werden. Das Prinzip nennt sich General Purpose Input / Output (GPIO), einfach übersetzt Allzweck Ein- / Ausgabe. Der Treiber für die GPIOs ist in dem von uns verwendeten Rasbian bereits integriert. Wir werden hier anfänglich kurz auf die Grundlagen eingehen um uns ein Bild zu machen, wie Raspbian mit den GPIOs umgeht. Das mag zu Anfang etwas kompliziert aussehen aber wir werden merken, dass mit den entsprechenden Hilfsmitteln alles ganz einfach wird.

Das Betriebssystem Raspbian stellt die GPIOs in so genannten virtuellen Dateien dar. Übrigens macht es das nicht nur mit den GPIOs, sondern auch mit der Masse der anderen Hardware. Es gibt also fast für jede verbaute Komponente eine virtuelle Datei. Das Gute daran ist, man findet also jedes Gerät in irgendeiner Form im Dateiverzeichnis. Und das kann man relativ schnell über beliebige Dateimanager oder auch über die Kommandozeile erreichen.

Wenn wir jetzt schon experimentieren wollen wäre es gut, den Raspberry Pi hochzufahren. Raspbian erlaubt eine Menge an Befehlen in der Konsolenansicht, da wir aber nicht alle Linuxkenner sind machen wir es uns einfach und nutzen die grafische Oberfläche. Haben wir in der Konfiguration eingestellt, dass nicht grafisch gestartet wird, starten wir diese nach dem Anmelden mit:

startx

Wir öffnen den mitglieferten Dateiexplorer und finden unter Extras den Eintrag "Als Administrator anzeigen", das machen wir mal, weil uns dann auch wirklich alle Dateien angezeigt werden. Das Verzeichnis für die GPIOs befindet sich unter /sys/class/gpio. Nach dem Start befinden sich dort nur die Dateien "export" und "unexport". Dem System wurde also noch nicht mitgeteilt, dass wir die GPIOs ansteuern möchten. Um einen GPIO verfügbar zu machen, muss die dementsprechende Nummer in die Datei "export" geschrieben werden.

Kommentare   

-1 #30 Jörg Neumann 2015-03-30 16:29
zitiere gerhard:
Installiert ist PCManFM 1.2.3.
"Extras" finde ich nicht und damit auch den Eintrag "Als Administrator anzeigen" auch nicht.
Kann mir jemand helfen?


Klar kann Dir jemand helfen! Leider kommt man bei den Änderungen die es beim Raspberry Pi gibt kaum noch mit den Anleitungen hinterher. Die Funktion gibt es nicht mehr. Es gibt aber die Möglichkeit jedes Programm mit dem Vorsatz gksu als root laufen zu lassen. Entweder im Hauptmenü »Ausführen« wählen oder die Tastenkombinati on Alt + F2 nutzen eine Konsole (Terminal öffnen)und eintippen:
gksu pcmanfm
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-2 #29 gerhard 2015-03-30 15:52
Ich habe RaspberryPi + und versuche seine Geheimnisse zu verstehen.
Schon beim Dateiexplorer scheitere ich mit der Anleitung. Installiert ist PCManFM 1.2.3.
"Extras" finde ich nicht und damit auch den Eintrag "Als Administrator anzeigen" auch nicht.
Kann mir jemand helfen?
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+1 #28 Felix 2014-12-22 17:43
Cool wirklich gute Erklärung jetzt hab ichs endlich verstanden Perfekt für Anfänger erklärt :-)
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-7 #27 Jörg 2013-09-16 14:21
zitiere Christian:
Hm, irgendwie hab ich da noch etwas falsch verstanden. Du schreibst etwas von GPIO3, aber auf dem Schaubild sehe ich keinen GPIO3. Die neue Verbindung ist auf dem GPIO1.

Was Du nicht wissen kannst und ich streng geheim gehalten habe: Die Anleitung ist von mir für die Rev. 2 des Raspberry Pi, das Bild ist das Anschlussfeld der Rev. 1. Ich überarbeite sowieso gerade alle Anleitungen um die neuesten Erkenntnisse einfließen zu lassen, da ändere ich das dann gleich. Sorry für die Verwirrung.
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-4 #26 Christian 2013-09-16 13:49
Hm, irgendwie hab ich da noch etwas falsch verstanden. Du schreibst etwas von GPIO3, auber auf dem Schaubild sehe ich keinen GPIO3. Die neue Verbindung ist auf dem GPIO1.
Wo hab ich da nicht richtig hingesehen?
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-5 #25 Jörg 2013-09-11 19:16
Normalerweise kannst Du die GPIOs je nach Anschluss mit 8 / 12 mA (source / sink) belasten. Danach bricht die Spannung zusammen, die an den GPIOs 3,3 V beträgt. Also ist direkt maximal eine LED drin. Für größeres brauchst Du Transistoren oder Schaltkreise. Die GPIOs sind nur Steuerein- / Ausgänge.
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-3 #24 Tom 2013-09-11 18:49
Hallo,

Toll erklärt alles. Gerade für einen Anfänger wie micht top. Vllt. suche ich falsch oder habe was überlesen, aber wieviel Volt bzw. Ampere gibt den der hier verwedendete GPIO 2 raus?

Danke für deine Mühe && Gruß Tom
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-4 #23 Leon 2013-06-05 14:27
Zitat:

1. Die LED leuchtet von vorne herein bis man: echo "out" > /sys/class/gpio/gpio2/direction
eingibt

2.echo /sys/class/gpio /gpio3/value gibt nur "/sys/class/gpio /gpio3/value"
den Wert bekommt man statt dessen über:
cat /sys/class/gpio /gpio3/value
Stimmt soweit, auf einem "normalen" Debian funktioniert dass nur mit cat.
Das TUtorial scheint sehr gut zu sein, obwohl ich bei der ersten Schaltung immer scheitere..^^
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-3 #22 Jan 2013-04-21 00:22
Also ich habe gerade mal alle Schritte auf einem jungfäulichen Raspbian Wheezy (2013-02-09) gemacht und dabei fiel mir folgendes auf:

1. Die LED leuchtet von vorne herein bis man: echo "out" > /sys/class/gpio/gpio2/direction
eingibt

2.echo /sys/class/gpio /gpio3/value gibt nur "/sys/class/gpio /gpio3/value"
den Wert bekommt man statt dessen über:
cat /sys/class/gpio /gpio3/value
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-1 #21 Jörg Neumann 2013-03-18 13:15
zitiere Ru Wolf:
in dem Befehl:
echo "2″ > /sys/class/gpio/export
wird das falsche Anführungszeichen verwendet

Danke für den Hinweis, ist geändert!
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