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Backup der SD Karte im laufenden Betrieb

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6 Jahre 2 Tage her #7 von gre
So ihr Lieben,

habe es gerade mal selbst probiert.

Beidhändig unter WindowsXP und Win7.

Als Benutzer HansDampf den Ordner schrott auf c:\ angelegt.
Eigentümer HansDampf mit allen Rechten...

Am Pi das Verzeichnis /media/winschrott angelegt. Das sollte auch mit allen Rechten belegt sein.

Am Pi nun mit der folgenden Zeile das Verzeichnis mounten (Ich probiere gerade die Codefunktion des Forum aus)
mount -t cifs -o username=HansDampf,password=Qualm //192.168.69.12/schrott /media/winschrott

Wenn keine Fehlermeldung kommt ist das gut, wenn ihr im Terminal mit

df -k

die neue Konstellation angezeigt bekommt, so ist es besser.

Das könnte es eigentlich gewesen sein, doch Bill Gates ist ja immer wieder für einen Lacher gut.

Es kann nun passieren, dass das Verzeichnis da ist, ihr aber immer noch nicht reinschreiben könnt.
Hintergrund ist, dass HansDampf an Eurem Rechner einer Workgroup oder Domain angehört, diese aber aus lizenzpolitischen Gründen seitens MS am Pi nicht abgebildet wird, also HansDampf irgendein Anderer sein könnte.

Eine wirkliche Logik habe ich da nie finden können...

Abhilfe schafft es in jedem Fall, das Verzeichnis auf Eurem Rechner mit allen Rechten für "Jeder" freizugeben. Nach erneutem Mounten (umount /media/winschrott und dann mount...) könnt ihr dann in das Verzeichnis auch schreiben.

Jedenfalls könnt Ihr mit dem Gesagten das Backup der Karte direkt auch auf Euren Windowsrechner jubeln.

Also die Variante für die richtig Faulen...

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6 Jahre 2 Tage her #8 von JPNeumann
JPNeumann antwortete auf Backup der SD Karte im laufenden Betrieb
Beachtet das Leerzeichen zwischen /schrott und media/winschrott beim mounten!

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5 Jahre 8 Monate her #9 von nett_flanders
nett_flanders antwortete auf Backup der SD Karte im laufenden Betrieb
Nabend zusammen,

nachdem ich nun dank der wunderbaren Anleitung von gre bereits zahlreiche images anlegen konnte, ist mir gestern dd beim Versuch ein image auf eine eingebundene Freigabe zu schreiben offenbar abgeschmiert. Nach knapp einer halben Stunde war weder die sonst übliche Erfolgsmeldung auf der bash zu sehen, noch wurde in der Freigabe überhaupt eine image-Datei erstellt.
Nach einem reboot reagierte der Raspberry dann wieder normal. Heute musste ich im Zuge eines Problems mit meinem mediawiki dann erstaunt feststellen, dass die 16GB SD-Karte bis zum Rand gefüllt ist. Vor dem misslungenen Backup war das definitiv nicht der Fall.
Ich habe nun verzweifelt versucht so etwas wie einen Zwischenspeicher oder gar das image selbst auf der SD-Karte ausfindig zu machen, bin bisher aber gescheitert.

Deshalb meine Frage: wo könnten die Daten die nun die SD-Karte verstopfen gelandet sein?

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5 Jahre 8 Monate her - 5 Jahre 8 Monate her #10 von gre
Hallo,

die Daten liegen im - derzeitlich vermutlich wieder unsichtbarem - Mountverzeichnis Deiner Freigabe!

Häng mal die Freigabe aus (umount) und gucke rein. Dort wirst Du ein geschrottetes Teilimage Deiner Karte finden.
Eigendlich alles, was Du da findest kannst Du löschen, es gehört da nicht hin...

Anschließend Freigabe wieder mounten und dann klappts auch wieder mit dem Speicherkartenplatz!

Hintergrund: Unter DOS, also z.B. auch Windows bis 8.1 werden weitere physikalische Laufwerke einem Laufwerksbuchstaben zugeordnet. Den kann man sich dann sonstwohin linken...

Unter UNIX wird es aber so gemacht, dass Du in Deinem Hauptverzeichnisbaum einen Ordner, z.B.
/media/externepladde
anlegst und mountest dorthin das gewünschte externe Medium.

Damit erscheint in dem Verzeichnis das Medium, ggf. mit seiner Unterstruktur.

Man sagt, der Zugriff geschieht "transparent", der Ordner verhält sich, als würdest Du auf Deiner externen Platte rumturnen.

Der "logische Ordner" /media/externepladde ist unsichtbar, solange das Medium gemounted ist.

Ist das Medium nicht gemounted, so ist es ein ganz normaler Ordner in der logischen Hauptverzeichnisstruktur und man kann auch reinschreiben.

Bei Dir ist Folgendes passiert: Bevor oder während Du dd gestartet hast, war die Verbindung zur externen Freigabe weg, damit ist sie "unmounted" und der Ordner wieder ein "Normaler".

dd ist ein Beamter, er will ja nur schreiben...

Also wurde versucht, das Image auf sich selbst (in den Hauptverzeichnisbaum) zu schreiben, dies ist logischerweise übergelaufen und der Pi in die Wicken gegangen!

Beim nächsten Hochfahren wurden die letzten Bytes zusammengekratzt um hoch zu kommen, wahrscheinlich haben alle Sirenen geheult, das externe Medium wurde wieder gemountet und wenn Du dort reingeschaut hast, sah alles grün aus.

Abhilfe:
Wenn man auf ein externes Medium kritische Daten schreiben muss, sollte man dort auf jeden Fall eine Unterstruktur haben!

Also ruhig "fettepladde" unter /media/fettepladde mounten, aber dort widerum liegt das Unterverzeichnis "bu_daten".
Bei erfolgreichem mounten gibt es nun das Verzeichnis /media/fettepladde/bu_daten.

Knackt es irgendwo, gibt es nur noch /media/fettepladde, "bu_daten" ist weg.
Und das merkt sogar dd, bricht ab und kann nicht Amok laufen...
Letzte Änderung: 5 Jahre 8 Monate her von gre.
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5 Jahre 8 Monate her #11 von nett_flanders
nett_flanders antwortete auf Backup der SD Karte im laufenden Betrieb
Hallo gre,

ich bin ob der hervorragenden und absolut zutreffenden Beschreibung und Erklärung ein wenig baff und kann mich nur vielmals bei Dir bedanken!

Erfahrene Menschen wie Du und JP, die sich v.a. nicht scheuen ihr Wissen verständlich weiterzugeben, machen ein gutes Forum erst zu einem sehr guten.

Chapeau! :)

Gruß
nett_flanders

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3 Jahre 8 Monate her - 3 Jahre 8 Monate her #12 von forum-merlin
forum-merlin antwortete auf Backup der SD Karte im laufenden Betrieb

gre schrieb: In meinem Beispiel:
dd if=/dev/mmcblk0 of=/media/tonne/zwerg4_5.12.13.img bs=1M

Man erhält eine Imagedatei, die man mit den üblichen Utilities wieder auf eine Karte spielen kann und die sofort 1:1 läuft.

Hallo gre,

Danke für deinen Beitrag.
Ich habe ein paar zusätzliche Fragen...
1)
Da dieser Beitrag schon 2 Jahre alt ist, frage ich mich, ob das immernoch aktuell ist, oder man es heute irgendwie anders macht?

2)
Wenn Du es in der Vergrangenheit so gemacht hast, wie sind dann Deine Erfahrungen mit dem zurückspielen des Images? Alles ohne Probleme?

3)
Wie genau hast Du die .img Datei dann zurückgespielt? Mit Win32Diskimager, oder auch wieder mit dd auf einer Linux Kiste ?

4)
Du gibts in deinem Beispiel eine BlocKSize von 1 MB an. Ist das so richtig? Ich habe gerade ein fdisk -l /dev/mmcblk0 ausgeführt und sehe da eine Blocksize von 512k. Ist das normal, oder sollte man beim dd Aufruf vll die bs=512 setzen?
cmd>fdisk -l /dev/mmcblk0

Disk /dev/mmcblk0: 16.0 GB, 16003891200 bytes
4 heads, 16 sectors/track, 488400 cylinders, total 31257600 sectors
Units = sectors of 1 * 512 = 512 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disk identifier: 0xa6202af7

        Device Boot      Start         End      Blocks   Id  System
/dev/mmcblk0p1            8192      122879       57344    c  W95 FAT32 (LBA)
/dev/mmcblk0p2          122880    31257599    15567360   83  Linux
cmd>
Gruß

der merlin
Letzte Änderung: 3 Jahre 8 Monate her von forum-merlin.

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