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Backup der SD Karte im laufenden Betrieb

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5 Jahre 7 Monate her - 5 Jahre 7 Monate her #1 von gre
Gerade wenn man laufend an seiner Installation weiter arbeitet, dürfte es jedem klar sein, dass ein Backup - insbesondere der ganzen Installation - wichtig ist.
Daten sichert man ja sowieso.

Unix/Linux stellt einige Sicherungsarten bereit, die sind aber schon aufwändiger, denn man muss sich sein System bis zu einem bestimmten Punkt wieder hinbasteln, um dann eben eines dieser Systembackups einspielen zu können.
Und da fehlt dann in der Regel die Hälfte, weil es ist z.B. nicht auf nachinstallierte Bibliotheken irgendwelcher Sprachen ausgelegt.

Beim Pi geht es einfach: Speicherkarte ziehen, ab in den Kartenleser und Image runterholen.

Sollte doch kein Problem sein.

Ist aber so, denn der Pi liegt unter einem Tisch, ist bei mir in einem Trempel versteckt oder in ein Gehäuse eingebaut. Da erst wieder runterfahren, Karte rausfrickeln und sichern... Man macht es nicht! (Wirklich)

Also muss eine Sicherung über Netz her, die man vielleicht auch noch automatisieren kann.

Als bekennender Faulpelz habe ich es jetzt so gemacht:

Wenn man im Terminal mit root Rechten in das Verzeichnis /dev wechselt, so findet man dort Einträge der folgenden Art, zumindest wenn ihr derzeit keine weiteren Geräte angeschlossen habt.

mmcblk0
mmcblk0p1
mmcblk0p2
mmcblk0p5
mmcblk0p6

Dabei ist mmcblk0 bei mir die Speicherkarte selbst, die darunter liegenden Einträge sind die Partitionen.

Überprüfen kann man das sehr leicht mit fdisk /dev/mmcblk0
Aber jetzt Vorsicht, damit startet ihr den Partitionmanager, mit dem ihr alles kaputt machen könnt.
Also noch einmal p (Print Partitions) tippen und dann mit q wieder raus.
Konntet ihr dabei die Systempartionen entdecken, so habt ihr die Karte gefunden.

Wohlgemerkt, bei jeder Distribution kann das ein bisschen anders aussehen!

Nun brauchen wir ein stilles Eckchen, wo wir unser Backup hinlegen wollen. Auch das ist wieder von Fall zu Fall verschieden, ich habe mir hier über Netz ein NAS mit Samba dazu geholt.

Im Verzeichnis /media ein Verzeichnis "tonne" anlegen und dann:

mount -t cifs -o username=HansDampf,password=Qualm //192.168.69.192/public /media/tonne

Damit habe ich das Laufwerk im Verzeichnis /media/tonne zur Verfügung.
Alternativ kann man auch direkt eine USB Platte oder Stick anhängen, über Kartenleser von Karte zu Karte kopieren habe ich noch nicht probiert. Sollte aber mit einer leicht veränderten Syntax auch gehen.

Nun das Kopieren der Karte auf das Backupmedium, welches man entweder von Hand anstößt oder in einen Cronjob packt und immer wieder ausführt.
Dazu benutzen wir das Unix Kommando dd, mit dem man ganze Volumes, inklusive Partitionen kopieren kann.

In meinem Beispiel:
dd if=/dev/mmcblk0 of=/media/tonne/zwerg4_5.12.13.img bs=1M

Man erhält eine Imagedatei, die man mit den üblichen Utilities wieder auf eine Karte spielen kann und die sofort 1:1 läuft.

Sollte man häufiger machen.
Ich habe es nicht gemacht, daher waren jetzt bei mir zwei Abende voller guter Ideen weg.
Letzte Änderung: 5 Jahre 7 Monate her von gre.
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5 Jahre 7 Monate her #2 von mibra
Hallo zusammen,

guter Beitrag, ich hatte das auch schon, dass alles weg war und das hat mächtig Mühe
gemacht, als nicht Linuxer alles wieder herzustellen.
Ich arbeite sonst mit Windows und da habe ich die Frage:
Wie ist das mit WinSCP umzusetzen?
Vielleich kann mir da jemand weiterhelfen.

Viele Grüsse

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5 Jahre 7 Monate her - 5 Jahre 7 Monate her #3 von JPNeumann
JPNeumann antwortete auf Backup der SD Karte im laufenden Betrieb
Was möchtest Du genau machen? Mit WinSCP kannst Du auf die Konsole des RasPi zugreifen und Dich als pi anmelden. Du kannst auch als root arbeiten, entweder mit sudo vor jedem Kommando oder aber direkt als root. Davor müsstest Du allerdings dafür sorgen, dass root ein Password bekommt. Dazu meldest Du Dich als user pi an und machst dann folgendes:
sudo passwd root
dann gibst Du zweimal verdeckt das neue root-Passwort ein. Nun kannst Du Dich auch aus Deiner WinSCP-Konsole als root anmelden und die Schritte, die gre gemacht hat nachvollziehen.
Letzte Änderung: 5 Jahre 7 Monate her von JPNeumann.

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5 Jahre 7 Monate her #4 von mibra
Ok,

danke für die schnelle Antwort.
Ich habe mein Anliegen nicht klar dargelegt.
Ich möchte das img File direkt auf dem Windows-Rechner haben, also nicht im Raspi
zwischenspeichern, da ich da ja nur die SD-Karte habe und keine HD am USB-Port ist.
Nocheinmal: Der Raspi soll sein dd machen und irgendwie soll das auf meinem Windows-
Rechner abgelegt werden, ist das möglich?

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5 Jahre 7 Monate her #5 von JPNeumann
JPNeumann antwortete auf Backup der SD Karte im laufenden Betrieb
Das ist möglich. Du gibst dazu ein Verzeichnis auf der Windowsfestplatte frei und mountest das wie gre beschrieben hat. Evtl. könnte es mit dem NTFS auf Deinem Windowsrechner Zugriffsprobleme geben. Aber da müsste ich selbst nochmal nachlesen oder jemand hat die Antwort schon parat :woohoo: .

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5 Jahre 7 Monate her - 5 Jahre 7 Monate her #6 von gre
Hallo!

Zunächst mal Eines: Das Backup muss von der Raspi Karte runter! Denn Du willst ja ein Backup der Karte selbst machen.
Sonst wäre es die umgekehrte Version der Schlange, die sich selbst frisst.

Runter heisst externes Laufwerk. Also z.B. USB Platte, Stick oder eben Netzlaufwerk. Wenn Du kein NAS zur Verfügung hast, kannst Du an Deinem Rechner eine SMB Freigabe erzeugen, die Du Dir an den Pi hängst.
(Normale Freigabe, aber Rechner über IP erreichbar und nicht irgendein MS Pseudosicherheitsgedödel dazwischen)

Damit hast Du dann das Image auf Deinem Rechner zur Verfügung.

(Jörg war schon wieder schneller...)
Letzte Änderung: 5 Jahre 7 Monate her von gre.

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